Von Banff nach Revelstoke über die Rocky Mountains
23.5.2010
Der Mount Sir Douglas und in der Mitte vorne diese hellen Zipfelchen sind die Hoodoos.
(Mein absolutes Lieblingsfoto bis jetzt!)
Die Nacht war eisig kalt und da ich vergessen hatte mir einen Schal umzumachen, wachte ich morgens mit beginnendem Husten auf. Gottseidank erinnerte ich mich noch an den Trick aus Peru, die Klamotten zum Anziehen zunächst unter der Bettdecke anzuwärmen. Die Heizung konnten wir ja leider nicht verwenden, da sie über Strom läuft und dann die Batterie alle gewesen wäre. Mit dem Wasser kochen, Brot toasten und „lass uns mal Spiegeleier machen, vielleicht wird’s dann noch wärmer“ mogelten wir ein bischen Wärme in das RV. Die Aufgabenteilung wurde dann schon für die nächsten Wochen festgelegt, Stefan räumt das RV auf und macht alles Startklar, während ich mich wie zu Hause auch an den Rechner setze und anfange zu schreiben. Jucheeee!
Wir beschlossen so gegen 9 Uhr loszufahren, allein schon aus Respekt gegenüber unserer Nachbarn, die alle noch in ihren Zelten (Ja! Zelten bei Minusgraden!!) oder RVS schliefen. Am Ausgang von „Village One“ bezahlten wir 36C$ für die Nacht und fuhren dann zum nur wenige hundert Meter entfernten Aussichtspunkt über den Mount Sir Douglas (wenn es denn der Berg war… das is ja manchmal nich so einfach auf Karten zu erkennen) und die Hoodoos (Steinsäulen). Das Morgenlicht war wirklich einmalig und entlockte uns ein „WOW“ und wir blieben einfach nur dort stehen um den einmaligen Ausblick zu genießen. Man sah den Bow River, das Banff Springs Hotel, die Rockys hinter Banff und einfach so irre viel, dank des schönen Lichts. (s.o.)
Wir beschlossen so gegen 9 Uhr loszufahren, allein schon aus Respekt gegenüber unserer Nachbarn, die alle noch in ihren Zelten (Ja! Zelten bei Minusgraden!!) oder RVS schliefen. Am Ausgang von „Village One“ bezahlten wir 36C$ für die Nacht und fuhren dann zum nur wenige hundert Meter entfernten Aussichtspunkt über den Mount Sir Douglas (wenn es denn der Berg war… das is ja manchmal nich so einfach auf Karten zu erkennen) und die Hoodoos (Steinsäulen). Das Morgenlicht war wirklich einmalig und entlockte uns ein „WOW“ und wir blieben einfach nur dort stehen um den einmaligen Ausblick zu genießen. Man sah den Bow River, das Banff Springs Hotel, die Rockys hinter Banff und einfach so irre viel, dank des schönen Lichts. (s.o.)
Als dann die ersten Touristen den Aussichtspunkt enterten (Asiaaaaaten!) stiegen wir ein und fuhren durch Banff wieder auf den Transcanadien Highway No.1 Richtung Lake Louise. Auf Höhe des Mount Ball (3312m) hielten wir an einem Aussichtpunkt an und hatten erneut einen wirklich beeindruckenden Blick über den Bow River und die Berge. Eine schnatternde Gans ließ sich quakend den Fluss hinunter treiben, der so viel Strömung hat, dass ein Paddeln unnötig wird.
Mei, wat kischig..aber so schöööööön!
Weiter ging es dann Richtung Lake Louise (das spricht man ohne i aus!, Papa), dort mussten wir vor der Tour über den Pass erst mal tanken (22 Liter auf 100 km, 1,09C$ pro Liter) und machten noch einen kurzen Abstecher zum Lake Louise. Angeblich sollen dort die Touristen erst ab 11 Uhr sein...ja, denkste. ASIAAAAATEN, sag ich da nur. Neee, waren ja auch Amis, und Kanadier und so da…Aber wirklich viele Asiaten
Wir fuhren den Berg hinauf und wie schon neben der Straße vorher wurde der Schnee immer mehr. Die Berge hielten riesige Schneebretter und die Bäume trugen so ca. 5 cm Neuschnee von der vorherigen Nacht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich vor dem Winter nochmal so viel Schnee zu sehen bekomme!! Nach ein paar Bilder beschlossen wir möglichst in zwei Wochen dort nochmal schnell vorbei zu fahren um zu schauen, wie viel Schnee dann schon weg oder noch da ist.
Schnöööö bis zum Knööööö (Knie)..nee Quatsch, so ganz hoch wars dann auch nich, aber das waren schon 4-5 cm Neuschnee!!
hihihihi...verstrahlt am Lake Louise.
Kurz hinter Lake Louise ging es dann gen Westen ab Richtung Kicking Horse Pass, wo wir als nächstes an den Spiral Tunnels hielten. Dort wurden Schleifen für die Züge in den Berg gebaute, damit die Steigung von 4,5% auf 2,2% gesenkt werden konnte. Wirklich spektakulär zum Anschauen wars nicht, denn man sah nur Berge mit zwei Löchern und über dem ganzen Platz hing der Duft der lustig aussehenden bärensicheren Plumpsklos.
Vom Banff Nationalpark waren wir nun in den Yoho Nationalpark gekommen und fuhren nun Richtung Field und Golden den Yoho River entlang, als ich plötzlich auf der anderen Flussseite einen Schwarzbären entdeckte. „DAAA ein BÄÄR!!“ Und schon waren wir an ihm vorbei ohne auch nur ein Foto geschossen zu haben. WAS EIN MIST! Naja, wir gehen einfach mal davon aus, das es nicht der Einzige bleiben wird
Die Überfahrt über den Pass an sich war nich so krass, wie ich es vermutet hatte, aber ich war dennoch froh, dass Stefan fuhr. Mit meinen Gehuste und Geschniefe hätte ich an manchen Stellen glaube ich nicht genügend Aufmerksamkeit gehabt. Nachdem wir schon am ersten Tag gemerkt hatten, dass man beim Rückwärtsfahren hier einfach zweimal hupt und dann Gas gibt, erfuhren wir gestern, das man als langsames Gefährt am besten Warnblinklicht anmacht, denn ansonsten wird man derbe angehupt, wenn es anderen Autos und LKWS endlich möglich ist zu überholen. Vom Yoho Nationalpark ging es dann über Golden, dort trafen wir die erste unfreundliche Frau im Touristenbüro..und das nur, weil wir nicht in Golden bleiben wollten. Golden an sich bietet einen schönen Blick auf eine langgezogene Bergkette der Rockys, aber sonst leider nicht wirklich viel. Der Ort ist nicht sehr schön und so fuhren wir weiter zum Glacier Nationalpark. Hier gab es dann wieder mehr Schnee und kleine Tunnel, die sogenannten Snowsheds, gegen den vielen Schnee im Winter. Wir sahen aber dort nur noch Schneereste, was immer noch riesen Berge waren, aber sonst nur den frischen Schnee in höheren Lagen. Dank dem netten Inder an der Tankstelle in Golden war es Stefan gelungen bis 15 Uhr einen Stellplatz auf dem Williamson Lake Campingplatz in Revelstoke zu reservieren. Um rechtzeitig dort zu sein mussten wir nun ohne großen Pausen weiterfahren und hielten auf dem Weg dorthin nur noch im Revelstoke Nationalpark an dem kleinen Rundweg zu den Giant Cedars. Ein wirklich kleiner, aber sehr schön gemachter Rundweg, mitten durch naturbelassenen Wald. 
Erst zwischen riesen Tellern voll Essen, dann zwischen riiiiesen Bergen voll Schnee und nu zwischen riesen Bäumen voll Moos..voll krasses Land!
Da musste ich erstmal testen, wie sone riesige alte Zeder riecht.
Fazit: Riecht garnicht.(wenn man Schnupfen hat)..warum man sich dafür auf die Zehenspitzen stellen muss, weiß ich auch nich... in meiner Welt is das wohl so!
Der "Werneeeeer" (das Wohnmobil) in Revelstoke. Links hinter der Schaukel liegt übrigens der Badesee, leider wars dafür aber zu kalt.
Die Berge von Revelstoke, davor liegt der Fluß und grüne Wiesen. SAUSCHÖN! Sowas konnte man sehen, wenn man 5 Minuten zu Fuß vom Campingplatz die Straße runterstiefelte! Und musste nix extra bezahlen ;-)
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