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Mittwoch, 19. September 2012

Die roten Schuhe




Gleis vier
Quietschend
Und schiebend
Eine Einfahrt
Sie haben Übergang.
Ach, wie gut
Ein Übergang
Sitzt sie da.

Der blaue kleine Koffer

Weinend
Schluchzend
Tränen wischend
Taschentuch
Eine Pommes in den Mund
Unter verquollenen Augen.

Davor ein buntes Haus.

Neben ihr - ein Junge.
Keine Regung
Keine Reaktion.
Nicht verstört.
Alter:vier
Mc Menu
Cars Koffer
Tigger in der Tasche.
Käppi auf dem Kopf.

Und es leuchten nur
Die roten Schuhe.



Samstag, 16. April 2011

Ingwerfred


"Heut morgen tut mir die Nase weh
ob das wohl an der Beule liegt?",
denkt sich der dicke Ingwerfred
während er sich in den Hüften wiegt.

Die Augen gerädert, der Mund geschnutet,
wo des Ursprungs grüne Beule ist
dat sacht ihm wohl der Nasopädist,
wenn der Fred sich sputen tutet.

 Nach dem Besuch in der Notaufnahme,
-am Empfang saß ne nette Hirschkuhdame-
Checkup und nem CTG
war alles klar, nix tat mehr weh!

War ne janz einfache Diagnose
ging doch nüscht in des Hornes Hose
"Ach, watn Segen
doch nur dumm gelegen 
dacht schon wär wat schlimmeres gewesn' !"


Nun seht den Ingwerfred 
ganz stolz und frühlingsgrün
mit seinem Hörnchen um die Häuser ziehn...




P.S.: Äh..also kreatives Schreiben, dichten, Texte murksen.... unter gröligem Kinderlautebeschuss eine eindeutig erschwerte Sache. Da wirkt das Hirn wie leergefegt.... bald schreib ich dann nur noch "MÄÄÄÄÄH....WÄÄÄÄÄÄH...*spuck* *kotz* *pup*". 

OWEH!

DAS will doch keiner lesen!

Donnerstag, 20. Januar 2011

Schubsladengereimtes

  


 

Reisfelder

Weite Reise
langer Weg
durch Felder aus Glas
in denen der Himmel schwebt.

Spiegeltreppen
in feucht, warmen Höhen
Gräser wehn’
in sanften Böen.

Leise plätschert Wasser
Nebel zwischen grünen Hängen
Wolken sich tausendfach spiegeln
ewig, atemlos in deinen Fängen.

Ein Mosaik aus Glas
soweit das Auge blickt
in ihm spiegelnde Träume
- nur ein schmaler Weg führt zurück.
 
10/02

Donnerstag, 25. November 2010

Der Schnee kann kommen!





Vorbei ist nun das Herbstwaldleuchten
und aus dem leisen Blätterwispern 
wird ein Rascheln und Knistern
bis die weiße Stille alles dämpft.

Beendet ist das goldene Stoben,
warten das weiße Flocken toben,
Krähen in der Kälte krächzen, 
Zweige der weißen Lasten ächzen.

Ein letztes grünes Funkeln, 
wird sich verstecken im Dunkeln
bis die Sonne stärker wird
bis der Frühling unsre Rufe hört.


Hier untem im tiefsten Dickicht
wartet jeder Strauch aufs Licht,
jede Fliege auf den Sommerwind,
und der Stefan auf sein Kind. ;)



 Durch den Dunst der Winter schleicht,
dein Atem in der Kälte reift
Herbstwaldfunkeln ist vorrüber
Vögel zwitschern lauter wieder
-Winter naht, man riecht es schon.





Nachricht für den Schnee:
Los, komm her du Schnee! 
Bist ab jetzt willkommen, 
aber bleib bloß nicht wieder so lange da!
Gastfreundschaft sollte man schließlich nicht ausreizen!

Liebe Grüße, deine Rieke



Donnerstag, 21. Oktober 2010

Jahreszeiten Phönix gleichend





raschlig, moderig
leicht verwesend
ists der Duft des Herbst gewesen
der sich mit einem
durch bunte Blätter flackernd' Strahl
in des Menschen Nase stah
l



von den Blättern
tropft ein Regen
auf den Straßen und in den Wegen
aus den Ecken sich schleichend
den Laubsaugern ausweichend
kriecht das Ende der Dekade



der Übergang ist fließend-
Schattenspiel an kahlen Wänden,
Sonnenwärme auf den Händen
gleichzeitig
aus dem Mund ein kalter Hauch
aus dem Schlot ein erster Rauch



Sonnenillusion die Tage füllt
zeigt sich nur in der Früh die Wahrheit,
wenn sich die Nacht vom Eis befreit
zu Anbeginn ein Knall
stets ein Kampf gegen den Verfall
-Jahreszeiten Phönix gleichend-



Untergang ist Auferstehung
Jahreszeit ist Vorbestimmung
Asche ist gleich Blätterstoben
Frühling ist wie neugeboren
in die Stille Laute rufend
-das Ende ist dem Winter nah.






P.S.: Ja, das is von mir.
Und...
Ja, ich kann auch manchmal "ohne lustig".


Montag, 13. September 2010

Sonntägliches Laborstillleben

Es ist still.
Nur ein leises Brummen ist zu hören.
Es quietscht eine Tür.
Auch die Gummisohlen über dem leicht spackigen Bodenbelag.
In der Stille bewundert man die weißen Flächen.
Bevor das flaschenfarbene Grün wieder zuschlägt.
Bumms.
Push oder Pull.
Sagt die Tür.
Klack, die unfarbene Glastür.
Alleine.
Is(s)t der Keks.
Der Schatten.
Eine LaborMaus?
Vielleicht, ein Tod?
Beim krümeligen Essen?
Ein bahnbrechender Geistesblitz ausgelöst durch Schokoladencreme,
zwischen zwei prinzbedruckten Krümelfreunden?
Menschen verschwinden.
Beim Essen.
Der Keks.
Allein.